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Wings of Wushu - Episode 6

verfasst 13.07.2011 17:21 in spielerisches
Die letzte Spielsitzung hatte einiges an offenen Punkten und Wünschen hinterlassen. Irgendwas musste mit dem Trümmerfeld passieren und der Spieler von Pencil hatte sich unterschiedlichere Schiffstypen gewünscht. Ebenfalls gewünscht wurde, daß ich mehr Gelegenheiten zu Besprechungen geben sollte und so fing ich mit genau damit an.
Commander Sanchez fasste die Lage zusammen, in der sich die Clementine und das 86. befanden: Das Kommandoschiff "Iron Duke" mit Admiral Keating an Bord war verschollen. Die Kommunikationswege wurden dadurch entsprechend lang und überall im Sektor wurden Schiffe angegriffen. Auf diese Angriffe konnte nur langsam reagiert werden.
Alles was blieb waren Energiesignaturen in einem Trümmerfeld einer älteren Schlacht in der Nähe. Und eben die Erkenntniss, daß man auf keine Hilfe vertrauen konnte.
Die Clementine würde also zu dem Trümmerfeld springen und das 86. dort bewaffnete Aufklärung fliegen.

Damit waren die Signale gesetzt, nur das Spiel kam nur einigermaßen schleppend in Gang. Irgendwie muß ich der Truppe mal verdeutlichen, daß sie mir durch ihre Handlungen klar machen sollen, wann ich zur nächsten Szene springen kann. Wenn ichs einfach so mache, kommt wieder der Ruf nach mehr Freiraum und weniger Cockpit.

Was ich entsprechend der Parameter gebaut hatte war eine Raumschlacht von nie dagewesener Größe. Ich stellte einfach das Operationszentrum der Kollektiv-Offensive in dieses Trümmerfeld. Und ich war gespannt, wie die Reaktion auf die massive Feindpräsenz ausfallen würde.
Kaum gestartet, bot sich dem 86. ein krasses Bild. Zwei Trägerschiffe schleusten gerade ihre Jäger aus. Außerdem gingen zwei Schlachtkreuzer und vier Fregatten auf Abfangkurs zur Clementine. Und mitten durch diese Flotte flogen friedlich und unbehelligt der Transporter Oklahoma und die Iron Duke hindurch.
Die Piloten flogen der Angriffsflote entgegen und stellten sich zum Kampf. Sie schafften es eine der Fregatten zu zerstören und eines der Geschwader beinahe aufzureiben. Die Clementine wurde unterdessen hart von einem der Schlachtschiffe durch die Mangel genommen und mit Breitseiten eingedeckt, während der andere Kreuzer sich in Stellung brachte, um seine Schiffskiller Hauptkanone auf die Clementine abzufeuern. Nur das Aufladen der Kanone brauchte Zeit. Zeit in der das 86. heftig einstecken musste. So geriet z.B. Pencils Flügelmann Bolek in die Breitseiten der Großschiffe und wurde vernichtet.
In diese aussichtslose Lage hinein kam nun noch ein weiteres Schiff gesprungen, das sofort begann, Jäger abzusetzen. Zum Glück handelte es sich dabei um die Okinawa, das Trägerschiff des Unions Geschwaders "Hellcats", das sogleich die arg bedrängte Clementine unterstützte. Da aber auch den Jägern des 86. langsam die Puste
(in Form von Schicksalspunkten) ausging, konnten die Neuankömmlinge die Schlacht auch nicht mehr völlig kippen. Die Clementine verkündete, daß ihr Sprungantrieb wieder geladen wäre und die Piloten zügig zurückkommen sollten. Die Okinawa würde den Sprung Dank ihrer Doppelsprung-Kondensatorbänke mitmachen können.
Der Sprung ging genau in dem Moment über die Bühne, als der zweite Schlachtkreuzer seine Monsterkanone feuerte. Eine echte Fotofinish-Flucht.


Da der Verlauf und der Ausgang der Schlacht völlig unmöglich vorherzusehen war, kam ich nun nur noch mit Improvisieren weiter. Alles was ich an Vorbereitung für diese Phase hatte, waren Versatzstücke, für verschiedene Extremsituationen. Eines davon hatte ich in Form der Okinawa schon ins Spiel gebracht. Nun bot sich an, das zu nutzen, was ich eigentlich als Maßnahme im Falle einer sofortigen Fluchtbestrebung der Spieler vorgesehen hatte: Einen Rückzug mit beständigen Verfolgern im Nacken.
Nach dem Sprung blieb nur wenig Zeit zum Verschnaufen. Die Sprungtriebwerke würden 33 Minuten zum Aufladen brauchen. Während dessen mussten die Piloten Geleitschutz gegen eventuelle Verfolger geben. Die ließen auch nicht sehr lange auf sich warten. Immerhin je ein Trägerschiff und Schlachtkreuzer sowie die drei Fregatten waren hinterhergekommen um ihrer angeschlagene Beute den Rest zu geben. In der verzweifelten Abwehrschlacht konnte eine weitere Fragatte vernichtet werden bevor die Triebwerke der Trägerschiffe wieder geladen und das Einschleusen-Springen-Starten Spiel von neuem begann.
Nun versuchten die Piloten eine blind gefeuerte Torpedo-Salve, welche die Gammas auf das verfolgende Trägerschiff abgesetzt hatten, durch das Feindfeuer hindurch zu bringen, um ein weiteres Feidschiff an der weiteren Verfolgung zu hindern. Ein Unternehmen das von Verlussten, aber letztlich dennoch von Erfolg gezeichnet war.

An dieser Stelle ging den Spielern sichtbar die Puste aus. Die Kreativität war einfach erschöpft. Und so ließ ich am nächsten Sprungpunkt zwei weitere Unionsschiffe auf die Flüchtlinge warten. Eine Opposition, die sich für die Kollektivschiffe nicht mehr anzugreifen lohnte. Die Clementine war entkommen. Aber sie war schwer beschädigt worden und auch der Blutzoll war hoch. Ich ließ die Runde also mit einer Gedenkfeier ausklingen, bei der ich im Takt der ausgeschleusten Särge, die Namen der Gefallenen verlas.

Einen Ausblick auf die nächste Folge gibts auch schon. Das Ende dieser Episode schreit regelrecht nach einem "Landurlaub" in der nächsten.

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