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Wings of Wushu - Episode 3

verfasst 03.03.2011 13:16 in spielerisches
Dieses mal war es fällig, das Spotlight für Banshee, zum ich das letzte Mal nicht gekommen bin. Dennoch lief die Runde nicht ganz problemlos an. Ein Spieler kam deutlich verspätet, was wohl mit der Umstellung der Uhrzeit zu tun hatte. Ein anderer kam erst gar nicht, ohne sich jedoch abzumelden. So etwas ist echt unschön.

Los gings diesmal in der Messe.
Die Piloten vergnügten sich mit Dart, was aber zunächst eigentlich nur als Hintergrundgedudel ablief. Viel interessanter schien eine Konfrontation mit Fireball und dessen Peergroup zu werden, der von den Spielern sehr aggressiv dargestellt wurde. Aber während ich mich schon innerlich auf eine Kneipenschlägerei zu freuen begann, wars auch schon wieder vorbei.
Dafür entwickelte sich eine Szene um Inga Lindström, die von den Spielerin als Dart-Profi gespielt wurde. dies stachelte Pencils Ehrgeiz an und er landete auch einige gute Treffer. Fratelli unterdess beschädigte insgeheim Ingas Pfeile, so daß diese nur noch mäßige Ergebnisse fertigbrachte. Natürlich entdeckte sie die Manipulation zum Ende hin und gab dem Nutznießer, Pencil, die Schuld. Sie stürzte sich auf ihn und prügelte ihn windelweich, derweil Fratelli Wetten annahm.
Während dessen bereitete ich die ersten zarten Fühler für den Tagesplot aus. Banshee bekam nämlich eine Video Nachricht von John "Silver" McFinnley, dem Wingleader der wiederaufgebauten Raging Vipers, dem Geschwader ihres toten Verlobten.

Die Spielerin hatte schon bei der Charaktererschaffung klare Flaggen aufgestellt, die deutliche persönliche Motive enthielten. Entsprechend würde ihr Spotlight viel persönliches Drama bekommen. Just zu diesem Zeitpunkt verkündete die Spielerin, daß zwei ihrer Brüder in der Staffel Dienst tun und sie ihren Verlobten auf diese Weise kennengelernt hatte. Bei dieser Information mußte ich erstmal schlucken, weil das im Hinblick auf das geplante Geschehen für noch viel intensiveres Drama sorgen würde.
Die Szene mit der Beinahe Schlägerei und die Eskalation zwischen Pencil und der Chefmechanikerin zeigen einmal mehr, die Stärke des Systems in der Mitbestimmung der Spieler. Sowohl das Nichtzustandekommen der Schlägerei mit Fireball als auch die pure Anwesenheit der Chefmechanikerin (geschweige denn die Laufrichtung dieser Angelegenheit) waren voll und ganz Spielergetriebene Inhalte.

Als nächstes war jedenfalls die tägliche Einsatzbesprechung fällig. Dort erfuhr man, daß die Raging Vipers kurze Zeit auf der Clementine mitfliegen werden, bevor sie von ihrem eigenen Träger eingesammelt werden. Außerdem gab es (zivile) Frachter, die sich auf eigene Faust durch die Linien des Kollektivs geschlichen haben und jetzt Geleitschutz vor möglichen Fängern des Kollektivs brauchen.
Kaum in den Sektor gesprungen, in dem sich die Frachtschiffe aufhielten, stellte man fest, daß diese bereits angegriffen wurden. Jäger beschossen die Frachter bereits, und es war nicht sofort feststellbar, welcher der großen Pötte jetzt das Trägerschiff dieser Meute war. Man schlachtete also Jäger, die in weiß lackiert und mit barbusiger und hörnerbehelmter Reiterin als Nosepaint bemalt waren. Erst als der Träger weitere Jäger startete konnte er identifiziert und von Launch-A-Lot mit einer Markierungsboje markiert werden.
Die Jäger wurden so schnell dezimiert, daß der Träger abdrehte. Das 86. sollte also auf der Clementine landen und die Vipers sich um den Träger bzw den weiteren Geleitschutz kümmern.


Business as usual könnte man das nennen. Eine solide Actionsequenz ohne größere Besonderheiten aber mit genug Spaß und Unterhaltungswert. Aber das Eigentliche sollte ja noch kommen:

Kurz nachdem die 86. gelandet waren schallte auch schon der Alarm. Die Transporter funkten um Hilfe. Damit sie diese auch schnell bekommen und nicht darauf warten müssen daß die Clementine ihre Sprungtriebwerke neu aufgeladen hat, wird die Alpha Staffel an die Bergungsschiffe angedockt und ins Einsatzgebiet geschleppt.
Dort fand man aber nur ein Trümmerfeld. Klein genug allerdings, daß das keinesfalls alle Transporter gewesen sein können. Aber Rettungskapseln werden gefunden und geborgen. Eine Rückfrage bei der Clementine brachte den Befehl zu neuen Koordinaten zu springen und sich dort mit der Clementine zu treffen.
Die Alpha traf vor der Clementine ein und beobachtete, wie die Vipers in aller Seelenruhe mit der KCS Väinämöinen die Frachter entführten.


Und da war es, das Dilemma. Die Spielerin von Banshee schien mir zunächst gelähmt vor Schock, so daß ich anfing zu überlegen, wie ich ihr einen Weg durch die Krise zeigen kann. Letztlich überwand sie ihre Starre aber recht zügig und überraschte mich mit wirklich interessanten Ansätzen für die Zukunft.

Die Szene eröffnete, indem "Silver" die Alpha aufforderte, sich ihm anzuschließen. Die Profitmöglichkeiten wären gewaltig. Einige (NSC) Piloten fingen auch an darauf einzugehen. (und die Spieler debattierten tatsächlich ernsthaft, ob sie auch drauf einsteigen wollten.) Letztlich hielt Murphy aber mit einer Flammenden Rede über Stolz und Patriotismus dagegen und erschuf so einen Status Quo. Einige Piloten waren vom 86, zu den Vipers gewechselt und einige Vipers stellten sich auf die Seite der 86. Banshee bekam ihren jüngeren Bruder auf ihre Seite gezogen, wärend der ältere stur blieb und schließlich im Gefecht von Banshee abgeschossen wurde (seine Kapsel wurde aber nicht geborgen). Frog wurde von Pencil abgeschossen, nachdem er Fratelli aufs Korn genommen hat. Und auch Bolek fing an zu kippeln.
Murphy forderte unterdessen Silver zum Zweikampf und entschied diesen in kürzester Zeit. Ein Vorbeiflug und der Geschwaderführer der Vipers war Geschichte.
Launch-A-Lot programmierte seinen IFF Transponder um, so daß er als Viper Pilot angezeigt wurde, flog in den Hangar der Väinämöinen um dort Raketen im Inneren abzufeuern, nur um beim Herausfliegen beinahe von Pencil abgeschossen zu werden, der ihn für nen startenden Viperpiloten hielt.
Der schnelle Tod ihres Anführers und die Explosion im Hangar des Trägers, gepaart mit der Ankunft der Clementine sorgte dafür, daß die Meuterer sich zurückzogen, auch wenn die 86. ihnen nicht viel Raum dafür ließen.

Fazit: Ein benannter NSC (Frog) verloren ein anderer (Leprechaun, Banshees Bruder) dazubekommen (und noch eine Reihe solcher Tausche in den unbenamten NSC.

Als bester Moment wurde klar und eindeutig das Dillemma mit der Meuterei benannt, was mir den Auftrieb gibt, daß solche Momente durchaus im Rahmen liegen

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